Die Blutegel-Behandlung

Blutegel

(Hirudo medicinalis officinalis)

Die heilkundliche Behandlung mit Blutegeln hat eine alte Tradition, sie ist seit über 2000 Jahren bekannt. Die ersten Aufzeichnungen stammen aus der Zeit ungefähr um 2500 v. Chr. Gegenüber dem ebenfalls in früheste Zeiten zurückreichende Aderlass ist die Blutegel-Behandlung eine sanfte und doch sehr wirksame Methode, dem Körper dickes, zähfließendes Blut zu entziehen.

Die Blutegel sind Zwitter und zählen zu den Ringelwürmern, deren Speichel vor allem das Hirudin enthält. Dieses Hirudin verhindert eine schnelle Blutgerinnung, so dass der Körper während des Saugvorganges von ca. 10 ccm Blut, während der Nachblutung von ca. 30-35 ccm verbrauchtem und altem Blut pro Egel befreit werden kann.

Pro Behandlung werden ca. 2 – 10 Blutegel angesetzt je nach Indikation und Ort.

Nach neuesten Erkenntnissen beruht die Blutegel-Behandlung auf zwei entscheidende Einwirkungen auf den Patienten:

Für eine Blutegel-Behandlung müssen Patient und Behandler Geduld und Zeit mitbringen.

Die Blutegel saugen ungefähr eine halbe bis eine Stunde, manchmal auch länger und fallen dann gesättigt ab. Nach einer kontrollierten Nachblutungszeit von circa 30 Minuten, werden die Wunden steril verbunden. Die Nachblutungen können mehrere Stunden dauern. Nach 12 – 24 Stunden wird ein Verbandwechsel in der Praxis oder auf Hausbesuchsebene vorgenommen. Danach Verbandwechsel nach Bedarf und Absprache.

Sollten Sie weiter Informationen zu der Blutegelbehandlung haben oder wünschen Sie Informationen über die Kosten der Behandlung, können wir jederzeit gerne einen Termin vereinbaren für ein Informationsgespräch. Rufen Sie mich bitte an oder schreiben Sie mir über das Kontaktformular eine E-Mail, ich werde schnellstmöglich antworten.